Biometrisches Institut

Biometrik oder Biometrie bezeichnet die Erfassung und (Ver-)Messung von Lebewesen und deren Eigenschaften. Es ist die Wissenschaft und Technologie von der Messung und der statistischen Analyse biologischer Signale.
Das Biometrische Institut (BMI) richtet sich an:
- alle Patienten nach Operationen (z. B. Hüftgelenksimplantationen, Bandscheibenoperationen),
- aber auch nicht-operierte, besonders chronische Rückenschmerz-Patienten,
- Sportler mit Muskeldysbalancen (d. h. nach Operationen oder nach Verletzungen, insbesondere nach Kreuzbandverletzungen).
Mit verschiedenen Testgeräten wird der Zustand der Muskulatur in puncto Kraft, Koordination und Ausdauerfähigkeit untersucht, mit Videoanalysen zusätzlich die Bewegungsabläufe beurteilt. Anhand der ermittelten Daten erstellen speziell ausgebildete Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler dann einen individuellen Trainingsplan.
Diagnostik

Zur Analyse stehen den Mitarbeitern des BMI technisch hochwertige computergestützte Geräte zur Verfügung.
Je nach Beschwerden führen die Physiotherapeuten und Diplom-Sportwissenschaftler des Instituts Maximalkrafttests, EMG-Analysen, Video-Bewegungsanalysen oder einen Wirbelsäulen-Scan durch.
Therapien
- EMG-Biofeedback-Verfahren: Beim EMG wird die elektrische Aktivität eines Muskels gemessen. So werden Verspannungen oder die verminderte Aktivität eines Muskels sichtbar. Anhand der auf einem Monitor wiedergegebenen Signale werden spezielle Übungen zur Anspannung oder Entspannung der Muskulatur entwickelt.
- Total Trunc: Das isokinetische Gerät beurteilt die Kraft der Bauch- und Rückenmuskulatur mittels statischer und dynamischer Messungen. Das Training läuft über ein Feedback-Verfahren am Monitor. Isokinetische Trainingsgeräte eignen besser als herkömmliche Anlagen, da hier immer der gleiche Widerstand auf die Muskeln einwirkt.
- Sensomotorisches Training: Diese Therapie dient zur gezielten Koordinationsschulung – ob bei Verletzungen der unteren Extremität, bei Schulterbeschwerden oder bei Rückenbeschwerden. Bestandteil sind Übungen zur Gleichgewichtsschulung und speziell der Tiefensensibilität.
- Videoanalysen: Anhand von Videoaufnahmen können Bewegungen über eine spezielle Software in Zeitlupe beurteilt und am Computer ausgewertet werden. Videoanalysen ermöglichen ein gezieltes Training von Bewegungsabläufen unter ständiger Kontrolle.
Ärztliche Leitung
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jerosch
Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie



